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Acht auf einen Streich

Oschatzer Allgemeine Zeitung vom 9. Juni 2009

von Jana Brechlin

Wermsdorf: CDU, SPD und Wählervereinigung bringen neue Mitglieder in Gemeinderat


Wermsdorf. Immerhin acht neue Mitglieder wird der künftige Wermsdorfer Gemeinderat erhalten. CDU, Wählervereinigung und SPD ziehen zum Teil mit neuen Vertretern in das Kommunalparlament ein. Stärkste Fraktion bleibt die CDU, vier Räte stellt die Wählervereinigung Luppa, Calbitz, Malkwitz. Drei Plätze sichert sich die SPD, je einer entfällt auf Die Linke und FDP. Bündnis 90/Die Grünen werden nicht vertreten sein.

„Wir wollen stärkste Kraft werden“, hatte Dr. Ulrich Hofmann vor der Wahl selbstbewusst angekündigt. Das Ziel hat der CDU-Ortsverbandschef mit seinen Mitstreitern jetzt erreicht: Die Union erhält neun Sitze im Gemeinderat und damit einen mehr als bisher. Immerhin vier Neueinsteiger in den Rat können die Christdemokraten dabei vorweisen. Neben Guido Fleischer aus Wermsdorf, Lars Hoschkara aus Mahlis haben auch Kerstin Krause aus Collm und Georg Stähler aus Wermsdorf den Sprung geschafft. „Mit den Ergebnis sind wir sehr zufrieden“, sagte Matthias Müller vom CDU-Vorstand.

Zu viert ziehen die Vertreter der Wählervereinigung Luppa, Calbitz, Malkwitz ins Gemeindeparlament. Ausreichend Stimmen dafür holten die erfahrenen Räte Wolfgang Böttcher und Harald Werner sowie die Neueinsteiger Dirk Paulsen und Gerd Hendriok aus Luppa. „Diesmal hat es mit vier Leuten geklappt, bei der letzten Kommunalwahl konnten wir nur zu dritt einziehen“, zeigte sich Wolfgang Böttcher zufrieden.

Gleichbleibend drei Plätze erhält die SPD im Rat – allerdings in etwas anderer Konstellation. Wieder dabei ist Helga Sembdner, neu hinzu kommen der 46-jährige André Kamm und der 30 Jahre alte Jenö Kunfalvi. „Ich finde es ganz toll, dass wir auch mit jungen Leuten Stimmen geholt haben“, zog die Gemeindeverbandsvorsitzende Ursula Fritzsche Bilanz. In allen Kommunen der Region Oschatz habe die Partei dazugewinnen können. „Sogar in Wermsdorf, obwohl dort Zsolt Kunfalvi, der eine wichtige Arbeit geleistet und immer viele Stimmen erhalten hat, nicht wieder angetreten ist. Aber wir können auch in Zukunft Verantwortung in der Gemeinde übernehmen, und das freut mich sehr“, so die SPD-Chefin.

Alles beim Alten bleibt bei Axel Grüneberg. Der Lampersdorfer konnte sich erneut einen Platz im Gemeinderat sichern und wird dort allein die FDP vertreten. Für Grüneberg eine gewohnte Situation: Schon die vergangenen fünf Jahre war er Alleinvertreter seiner Partei – bis dieses Jahr noch für die DSU, die schließlich mit den Liberalen fusionierte.

Lediglich einen Vertreter hat jetzt auch Die Linke im Wermsdorfer Gemeinderat. Allerdings war Bernhard Müller aus Malkwitz auch allein zur Kommunalwahl angetreten. Beim Votum 2004 sicherten sich die Linken noch drei Plätze im Rat. Jetzt holte Müller 583 Stimmen und damit Stimmrecht im Alten Jagdschloss.

Erfolglos blieb die Bewerbung von Barbara Scheller am Sonntag. Die Liptitzerin war für Bündnis 90/Die Grünen angetreten, verpasste mit 261 Stimmen allerdings den Einzug in den Gemeinderat. „Ich hätte etwa 100 Stimmen mehr benötigt, um in den Gemeinderat zukommen“, sagt Barbara Scheller. Sie freut sich aber, dass sie mit den meisten Stimmen den Sprung in den Ortschaftsrat Mahlis, Liptitz, Gröppendorf und Wiederoda geschafft hat. „Dort kann man auch sehr viel bewegen. Mahlis liegt mir sehr am Herzen, und deshalb ist mir der Ortschaftsratssitz ein guter Ersatz für den Gemeinderatssitz.“


FDP: 8,1 Prozent (2004- 0,0 Prozent) 1 Sitz, Axel Grüneberg 288 Stimmen

 

15.06.2009