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Horbas: „Es muss eine neue Politik her“

Oschatzer Allgemeine Zeitung vom 9. April 2009



FDP-Ortsverband Mügeln nominiert zehn Kandidaten für den Stadtrat Mügeln


Mügeln. Für den Stadtrat von Mügeln treten zur Kommunalwahl am 7. Juni zehn Kandidaten der FDP an. Zur Nominierungsveranstaltung am Dienstagabend in der Gaststätte „Räuberkeller“ konnte der FDP-Ortsverband Mügeln auch die Direktkandidaten für den Bundestag Rainer Horbas und den Landtag Bernd Biedermann begrüßen.

„Ich denke schon, dass wir als Ortsgruppe der FDP einen wichtigen Stand haben und wünsche mir, dass wir zur Kommunalwahl das Ergebnis von vor sieben Jahren einfahren“, sagte Ortsverbandschef Gotthard Deuse.



Warum sich der Oschatzer FDP-Fraktionschef Rainer Horbas für ein Bundestagsmandat bewirbt, begründete er mit der Notwendigkeit, sich für den Kreis Nordsachsen im Bundestag Gehör zu verschaffen. „Ich habe den Eindruck, seitdem Herr Kolbe in den Bundestag eingezogen ist, gibt es kein Gehör für den Landkreis. Ich wüsste nicht, was ich Herrn Kolbe zuschreiben sollte. Für die ländliche Region hat er nicht viel erreicht“, so Horbas. Nordsachsen profitiere in keinster Weise von der Leuchtturmpolitik. Der ländliche Raum werde außen vorgelassen. Mit der Infrastruktur hake es an allen Ecken und Enden. „Es muss eine neue Politik her“, schlussfolgerte Horbas.



Bernd Biedermann, der von der DSU in die FDP wechselte (wir berichteten), will es im Wahlkampf mit dem CDU-Landtagskandidaten Frank Kupfer aufnehmen. „Gegen Frank Kupfer bekommt man einen gewissen sportlichen Ehrgeiz“, sagte Biedermann. Er lastet Kupfer „Verrat an der Kreisreform“ an und kritisiert zudem, dass er dafür mit einem Ministerposten belohnt worden sei. „Mit Herrn Kupfer im Landtag ist in den letzten 15 Jahren für den Landkreis relativ wenig geworden“, schlussfolgert Biedermann. Zudem habe ihn als neutralen Oschatzer das Thema Müll auf dem Schießplatz Mügeln derart auf die Palme gebracht – nicht nur, weil seitens des Regierungspräsidiums Leipzig gegen Mügeln geschossen worden sei. „Ich war einer der wenigen, der dem Bürgermeister damals den Rücken stärkte“, sagte Biedermann.

In der anschließenden Diskussion betonte unter anderem Johannes Ecke, dass die Schaffung von Arbeitsplätzen und Lehrstellen die wichtigste Aufgabe sei. „Nur so bekommen wir die Jugendlichen von der Straße“, verdeutlichte Ecke. Vorrangig sei nicht zuletzt der Bau der Ortsumgehung, um dann anschließend das Stadtzentrum zu sanieren. „Wenn wir die Stadt selbst attraktiv gestalten, dann unterstützen wir auch die Gewerbetreibenden. Denn in einer schönen Stadt, wo man auch parken kann, hält man sich viel lieber auf“, fügte Gabriele Zimmer hinzu.

Heinz Großnick


Die Kandidaten der FDP für den Stadtrat


 


Der Ortsverband verzichtete auf die Festlegung von Listenplätzen, sondern erstellte die Nominierung nach Parteimitgliedschaft, bisheriger Mandatschaft im Stadtrat und dann in alphabetischer Reihenfolge – zuerst die Mitglieder des Stadtrates, dann die Neubewerber:


1. Gabriele Zimmer, 2. Johannes Ecke, 3. Hans-Jürgen Höhne, 4. Wilhelm Osterloher, 5. Carsten Bräuer,


6. Alexander Deuse, 7. Tino Herrmann, 8. Guido Manke, 9. Ramona Schneider, 10. Dr. Annelie Seupel

15.04.2009