"In Mügeln gibt es viele Reserven"
Oschatzer Allgemeine Zeitung 26. November 2010
Ortsgruppe der FDP nominiert Axel Finke aus Seelitz als Kandidat für Bürgermeisterwahl
Von Heinz Großnick
Mügeln. Axel Finke aus dem Sornzig-Ablasser Ortsteil Seelitz ist der zweite Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 27. März 2011 in Mügeln. Die FDP-Ortsgruppe Mügeln nominierte ihn am Mittwochabend in der Gaststätte am Markt. Seine Kandidatur hatte bereits vor Wochen der Sornzig-Ablasser Bürgermeister Volkmar Winkler (SPD) bekannt gegeben (wir berichteten).
Finke ist verheiratet und hat zwei Kinder, ein vierjähriges Mädchen und einen zweijährigen Jungen. Geboren wurde der 33-Jährige in Borna bei Leipzig und kam in den Wendejahren nach Seelitz.
Nach dem Abitur am Oschatzer Thomas-Mann-Gymnasium und dem Wehrdienst beim Bund absolvierte er in Leipzig ein Studium mit dem Abschluss als Diplomwirtschaftsingenieur für Bauwesen. Derzeit ist der Seelitzer als selbstständiger Versicherungsfachmann in Oschatz tätig.
Für das Amt in Mügeln rechnet sich Finke gute Chancen aus. "Im Unterschied zu Herrn Winkler stehe ich für mehrere Legislaturperioden zur Verfügung und kann Pläne langfristiger umsetzen. Vieles ist in sieben Jahren nicht zu erreichen", begründet er seinen Optimismus und fügt hinzu: "Wenn man tagtäglich hier lebt und arbeitet, sieht man, was besser laufen könnte."
Bereits frühzeitig sei er mit Politik konfrontiert worden, kennt nach eigenen Angaben die Spielregeln und möchte jetzt selbst aktiv mitgestalten. FDP-Mitglied ist Finke seit 2009.
Schon vor längerer Zeit habe er sich außerdem mit den beiden Bürgermeistern Volkmar Winkler aus Sornzig-Ablaß und Gotthard Deuse aus Mügeln unterhalten und erkannt, "dass die Fusion für Sornzig-Ablaß nötig und für Mügeln gut ist. Ich habe viele Ideen, wie es langfristig besser laufen kann. In Mügeln gibt es viele Reserven." Finke weiter: "Wir müssen den Pendlern ermöglichen, dass sie günstig parken können und die Parkplätze an den Autobahnen erhalten bleiben." Dabei erinnert der 33-Jährige an das diesbezügliche Problem in Mutzschen. Außerdem sei eine deutlich engere Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, beispielsweise mit Wermsdorf, erforderlich.
Ein weiteres Betätigungsfeld: "Der Nachwuchs fehlt. Viele junge Leute gehen aus der Region weg. Das Rathaus muss zu den Universitäten und Ausbildungseinrichtungen Kontakte knüpfen. Es ist nicht mit viel Aufwand verbunden, hat aber eine große Wirkung, wenn junge Akademiker in der Region bleiben", macht Finke deutlich. Anderenfalls würden diese nach Dresden und Leipzig abwandern, wie das derzeit der Fall sei.
Unterstützung möchte Finke aber auch den Vereinen zuteil werden lassen, vor allem organisatorisch. "Wir müssen Wege finden, wie mit dem vorhandenen Geld viel erreicht werden kann."
Einen weiteren Vorteil für sich sieht Finke darin, dass er in Mügeln kandidiert, aber in Sornzig-Ablaß wohnt. "Ich kenne mich in beiden Gemeinden aus und sehe mich als Bindeglied."
Warum die FDP-Ortsgruppe einen eigenen Kandidaten nominiert, begründet Gabriele Zimmer als langjähriges Mitglied: "Die FDP hat eine lange Tradition. Wir denken, dass es Mügeln gut tut, wenn wir mal einen jungen Bürgermeister bekommen. Mügeln hat sehr viele positive Reserven."