» Aktuelle Informationen

Katastrophale Straßenzustände bestätigt

Anfrage der FDP-Landtagsfraktion bringt konkrete Zahlen

Torgauer Zeitung vom 30. Januar 2009

Nordsachsen (TZ/fl/PM). In Sachsen befinden sich 41,1 Prozent der Bundesstraßen und 58,7 Prozent der Staatsstraßen in schlechtem oder sehr schlechtem Zustand. In Nordsachsen liegen die Werte sogar noch höher: 42,5 Prozent der Bundesstraßen und 59,5 Prozent der Staatsstraßen. Damit gehört der Landkreis zu den Schwerpunktbereichen im Freistaat. Zum Vergleich hier die Werte vom Vogtlandkreis (32,0 Prozent/44,8 Prozent) und Zwickau (24,8 Prozent/48,2 Prozent). In Kilometern macht das bei Bundesstraßen 132 Kilometer und bei Staatsstraßen 220 Kilometer im Bereich Nordsachsen aus. Eine genaue Benennung der Strecken sei nicht möglich, da auf fast allen Straßen einzelne Abschnitte in schlechtem Zustand seien. Dies geht aus einer aktuellen Antwort des sächsischen Wirtschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag hervor. Die Daten beziehen sich auf die jeweils jüngsten Zustandserfassungen und -bewertungen, bei denen sogenannte Zustandswerte der Straßen gemessen werden. Diese fanden für die Bundesstraßen 2004 und für die Staatsstraßen 2005 statt. Die für das Jahr 2008 erhobenen Angaben liegen noch nicht vor. Zu den Ergebnissen der Kleinen Anfrage erklärte Sven Morlok, wirtschafts- und verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag: "Wer Sachsens Straßen befährt, wird von den Zahlen nicht überrascht sein. Wir brauchen für sächsische Straßen eine Investitionsoffensive. Mit dem Ausbessern von ein paar Schlaglöchern hier und dort ist es längst nicht getan. Im Landtagsplenum in dieser Woche hatten wir bespielsweise beantragt, die Mehreinnahmen aus den ab Anfang Februar verschärften Bußgeldern in die Verkehrssicherheit, beispielsweise den Straßenzustand, zu investieren. Doch leider lehnte die CDU/SPD-Koalitionsmehrheit den Antrag ab"

2.02.2009