Liberale liebäugeln mit Ehrenamtskarte
Oschatzer Allgemeine Zeitung vom 16. Dezember 2009
Zur morgigen Ratssitzung Informationen erbeten
von Frank Hörügel
Oschatz . Die FDP-Stadtratsfraktion hält die Beteiligung der Stadt Oschatz an der Sächsischen Ehrenamtskarte für überlegenswert. Fraktionsvorsitzender Rainer Horbas hat sich deshalb mit der Bitte an den Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) gewandt, dass er zur morgigen Ratssitzung die Position der Verwaltung zur Ehrenamtskarte deutlich macht. „Beteiligt sich die Stadt Oschatz an dem Projekt, und ab wann können Anträge ehrenamtlich Engagierter gestellt werden?“, fragt Horbas.
Hintergrund der Anfrage ist die geplante Einführung der Sächsischen Ehrenamtskarte durch die Staatsregierung ab Januar 2010. Laut Sozialministerium können Inhaber der Karte zum Beispiel Vergünstigungen beim Besuch von Veranstaltungen oder Museen in Anspruch nehmen. Damit soll ihr Engagement gewürdigt werden.
Eine Ehrenamtskarte kann jeder ab 18 Jahre erhalten, der mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden pro Jahr ehrenamtlich ohne Vergütung oder pauschale Aufwandsentschädigung nachweislich tätig ist. Gültig ist die Karte ab Januar 2010. Sie kann für drei Jahre genutzt werden. Die Vergabe der Karte erfolgt mit einem Anmeldebogen über die Gemeinden. Die Kooperationspartner der Ehrenamtskarte sind durch einen Aufkleber mit dem Ehrenamtskarten-Motiv erkennbar, der beispielsweise am Eingang oder an der Kasse der teilnehmenden Institutionen auf das Angebot hinweist.
Den Rahmen für dieses Projekt hat das Land geschaffen. Der Freistaat Sachsen unterstützt die Kommunen im Prozess der Einführung der Karte. Jede Kommune und jeder Kreis in Sachsen kann sich am Projekt der Ehrenamtskarte beteiligen. Es wurde von der Sächsischen Staatsregierung initiiert und begleitet.