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Polnische Handarbeit für Oschatzer Füße

Oschatzer Allgemeine Zeitung vom 24. September 2010


Erster Wirtschaftskontakt mit Partnergemeinde Starogard Gdanski / Thomas Schubert importiert aus Nachbarland Oschatz.


Für modebewusste Damen müssen sie aus Italien oder Frankreich kommen - aber doch nicht aus Polen. Oder doch? Im Geschäft des Oschatzer Schuhhändlers Thomas Schubert werden demnächst Damenschuhe aus Polen angeboten. Geschnitten, genäht und geklebt wird die Fußbekleidung von den 40 Beschäftigten eines manufakturähnlichen Betriebes in Starogard Gdanski - der polnischen Partnergemeinde von Oschatz.

"Nach neun Jahren Partnerschaft ist nun der erste Wirtschaftskontakt zu Stande gekommen", freut sich der Oschatzer Stadtrat Lutz Biedermann (FDP). Als er 2008 mit einer Oschatzer Delegation die Partnergemeinde besuchte, stand auch eine Visite in der Schuhfabrik Contes auf dem Programm. Die Damen der deutschen Reisegruppe waren vom überwiegend sportlichen Schuhwerk begeistert.

 


 

Daran erinnerte sich Biedermann, als er der Partnergemeinde in diesem Sommer einen dreitägigen privaten Besuch abstattete und seiner Lebenspartnerin die Schuhfabrik zeigte. Auf deren Initiative kam schließlich der Kontakt zum Oschatzer Schuhhändler Schubert zu Stande, bei dem sie Stammkundin ist.

"Das Unternehmen ist in Deutschland bisher nicht aktiv, und die Schuhe sind interessant", sagt Thomas Schubert. Mit Lutz Biedermann reiste er Mitte September nach Starogard Gdanski und machte mit dem Inhaber der Schuhfabrik Nägel mit Köpfen. Als Einstieg hat er ein paar Musterpaare mitgebracht, in drei bis vier Wochen soll es dann die ersten polnischen Damenschuhe in seinem Geschäft zu kaufen geben. "Die Schuhe sind sehr aufwändig geklebt und genäht. Produziert wird nur auf Bestellung - etwa 300 Paar am Tag", sagt Schubert. Er hofft nun, dass künftig möglichst viele Oschatzerinnen auf polnischen Sohlen unterwegs sind. Frank Hörügel

 

24.09.2010