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„Sie haben gewonnen“

Oschatzer Allgemeine Zeitung vom 25. Januar 2010

Tino Günther (FDP) übergibt Antwort des Petitionsausschusses auf Massenpetition

Wellerswalde. „Sie haben gewonnen“ – diese drei Worte haben gestern bei einem Empfang der Bürgerinitiativen gegen die Steinbruchvorhaben am Liebschützberg und am Cavertitzer Berg für heftigen Applaus gesorgt. Tino Günther (FDP) der Vorsitzende des Sächsischen Petitionsausschusses konnte den Vertretern der Bürgerinitiative gestern eine Antwort auf die Massenpetition geben und endete mit „Sie haben gewonnen“.
In der Antwort des Petitionsausschusses steht jetzt schwarz auf weiß, dass die Bergbauberechtigungen für Liebschützberg und für Cavertitz aufgehoben werden. „So eine schnelle und auch direkte Antwort hat es bisher seitens des Petitionsausschusses noch nicht gegeben“, betonte der Landtagsabgeordnete. Er betonte aber auch die außerordentlich gute Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Landwirtschaftministerium.

„Das ist ein freudiger Tag“, betonte Landwirtschaftsminister Frank Kupfer (CDU), der als Oschatzer schon viele Jahre Einblick in die Thematik hatte und sich aktiv in die Lösung des Problems eingebracht hatte. „Wir haben mit dem Unternehmen verhandelt und konnten einen anderen Standort gewinnen“, so Frank Kupfer. Der Minister plädiert aber auch dafür, dass die Bürgerinitiative Rettet den Höhenzug Liebschützberg nicht einfach in der Versenkung verschwindet. „Sie haben in den vergangenen Jahren mit sehr viel Engagement sehr viel Arbeit geleistet. Es wäre schön, wenn Veranstaltungen wie das Osterfeuer oder Mühlenfest auf dem Liebschützberg weiter bestehen bleiben würden.“

Die Freude bei den Einwohnern der Region war beim Empfang anlässlich der Antwortübergabe auf die Petition nicht zu übersehen. Bürgermeister Karl-Heinz Börtitz und Bürgermeisterin Gabi Hoffmann sowie die CDU-Bundestagsabgeordnete Manfred Kolbe oder die FDP-Mitglieder des Oschatzer Stadtrat Bernd und Lutz Biedermann gratulierten den Einwohnern zum erfolgreichen Abschluss der Proteste.

Kathrin König und Udo Czapowski von den Bürgerinitiativen dankten allen Aktiven für die Unterstützung beim Kampf gegen die geplanten Steinbrüche. Udo Czapowski gab beim gestrigen Empfang noch einmal eine Rückschau für die zahlreichen Aktionen. „Wichtig war, dass 1993 der Höhenzug den Landschaftsschutz-Status erhielt“, so Udo Czapowski. Zum Jahreswechsel hatte es noch einmal einen Kraftakt der Bürger rund um den Liebschützberg gegeben. Damals hatten sich über 2300 Bürger in einer Massenpetition gegen den Gesteinsabbau auf dem Liebschützberg an den Landtag und dem Cavertitzer Berg ausgesprochen.

Hagen Rösner

 

25.01.2010