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So hat Oschatz gewählt

Oschatzer Allgemeine Zeitung vom 8. Juni 2009


von frank hörügel

Oschatz. Die Liberalen haben bei der Stadtratswahl deutlich zugelegt. Nach dem geschlossenen Übertritt der DSU-Fraktion zur FDP sind die Liberalen zweitstärkste Kraft im Stadtrat nach der CDU. Die Christdemokraten und Die Linke mussten Federn lassen. Erstmals ist die rechtsextreme NPD mit einem Sitz im Stadtrat vertreten.

 

„Ich wünsche mir, dass die CDU und die Freien Wähler in den Stadtrat kommen. Da sind Leute dabei, hinter denen ich stehe“, sagt Minette Müller-Glaw. Die 37-Jährige ist gestern Abend kurz vor 18 Uhr die letzte Wählerin, die im Wahlbezirk 1 im Rathaus ihre Stimme abgibt. „Es ist 18 Uhr. Ich erkläre die Wahlhandlung für beendet“, sagt kurz darauf Ute Dietrich, die Wahlvorsteherin.

Zusammen mit Ute Bröhl, Hildrun Berger, Renate Dietrich, Grit Kissmann und Doris Schiller zählt sie die Stimmen aus. 811 Wahlberechtigte gibt es im Wahlbezirk 1, 69 davon haben Briefwahlunterlagen beantragt. Zuerst werden die 277 Stimmzettel für die Europawahl ausgezählt. Jeder Wähler hat eine Stimme. 14 davon sind ungültig. „Tierschutz sieben Stimmen, Piraten drei, Violette eins“, ruft Ute Bröhl der Wahlvorsteherin die Abstimmungsergebnisse zu. Am Ende hat im Wahlbezirk 1 die CDU mit 94 Stimmen ganz klar die Nase vorn, vor der FDP (40) und Die Linke (38). Die Wahlbeteiligung liegt bei 43 Prozent.

Um 18.45 Uhr beginnen die sechs Frauen mit der Auszählung der Stimmen zur Stadtratswahl, bei der jeder Wähler drei Kreuze machen kann. Von 276 abgegebenen Stimmzetteln sind zwölf ungültig. Die Wahlbeteiligung liegt bei 43,4 Prozent. Klarer Gewinner sind die Christdemokraten mit 341 Stimmen, gefolgt von der FDP mit 182 Stimmen. Die Linke und die NPD haben jeweils 73 Stimmen, die Freien Wähler 63, die Grünen 50 und die SPD acht Stimmen. Torsten Ackermann, als Spitzenkandidat der SPD, nimmt das Abschneiden seiner Partei äußerlich gelassen hin. „Klar, wir müssen erst einmal bekannt werden“, sagt er.

Um 19.58 Uhr gibt Wahlvorsteherin Ute Dietrich die Schnellmeldung zur Stadtratswahl an Ulrike Lösch weiter. Sie ist eine von fünf Frauen und Männern im Rathaus, bei denen die Wahlergebnisse aus 20 Wahllokalen eingehen und ausgewertet werden. Gegen 22.30 Uhr hatte Stadtwahlleiter Manfred Schade das vorläufige Ergebnis der Stadtratswahl ausgerechnet und an das Statistische Landesamt in Kamenz weiter gegeben.


CDU: 35,6 Prozent, 10 Sitze,


FDP: 22,2 Prozent, 6 Sitze



Lutz Biedermann 916 Stimmen, Rainer Horbas 542 Stimmen, Bernd Biedermann 428 Stimmen,

Rocco Eichler 278 Stimmen, Falk Zschäbitz 254 Stimmen, Uwe Joite 209 Stimmen


Die Linke: 17,6 Prozent, 5 Sitze


Freie Wähler: 8,0 Prozent, 2 Sitze


NPD: 6,2 Prozent, 1 Sitz


Grüne: 5,7 Prozent, 1 Sitz


SPD: 4,7 Prozent, 1 Sitz


 

15.06.2009