Trinkwasser aus dem Arteser?
Raik Zenger setzt sich ein, dass das Wasser des artesischen Brunnens bedenkenlos getrunken werden kann.

FDP-Ortsvorsitzende Raik Zenger regt Untersuchung beim Landratsamt an
Bad Düben. Pünktlich zu Ostern soll er wieder plätschern, der artesische Brunnen an der Ecke Pfarrhäuser/Am Baderteich in Bad Düben. In den vergangenen Jahren hat die Stadt diese Sehenswürdigkeit aufwändig saniert. Doch eines ist nach wie vor nicht möglich - eine Kostprobe zu nehmen. Denn ein Schild warnt: Kein Trinkwasser! Der Mineraloge und Vorsitzende des FDP-Ortsvereins in Bad Düben, Raik Zenger, bedauert diesen Umstand. Für die Gäste der Stadt wäre es "ein kleines Highlight", vom Quell der Stadt probieren zu können. Und Zenger bezweifelt zudem, dass das Wasser nicht genießbar sei. "Die Dübener haben über viele Jahre das Wasser aus den artesischen Brunnen in der Stadt getrunken", weiß er zu berichten. Knackpunkt sei vielmehr die Beprobung. Die wäre regelmäßig erforderlich. Und die, verbunden mit einer Bescheinigung über Trinkwasser, kostet richtig Geld. Zenger spricht von einem Betrag um die 1000 Euro. Geld, das die Stadt offensichtlich nicht ausgeben kann, weil die Kasse klamm ist. Deshalb hat der Kommunalpolitiker einen Plan. Als FDP-Ortsvereinschef hat er ein Schreiben an das Gesundheitsamt aufgesetzt und darin um Amtshilfe gebeten. Der Landkreis solle die Untersuchung des Wassers kostenfrei vornehmen. Begründung: Der Landkreis würde somit für den Tourismus in der Stadt einen Beitrag leisten. So könnte Amtmann Torsten Gaber auf seinen Stadtführungen den einen oder anderen Tropfen Dübener Wasser zur Erfrischung anbieten. Schließlich macht es die Nachbarkurstadt Bad Schmiedeberg mit dem Margaretenbrunnen seit Jahren vor. Zenger wartet jetzt auf eine Reaktion. Selbige Pläne verfolgt er übrigens mit dem Gesundbrunnen. Auch der müsste neu beprobt werden, damit einwandfrei geklärt sei, dass das Wasser trinkbar ist. Nico Fliegner, Leipziger Volkszeitung (Delitzsch-Eilenburg)