Vier DSU-Kommunalpolitiker treten in FDP über
Vier ehemalige führende Mitglieder des DSU-Kreisvorstands Torgau-Oschatz sind zur FDP übergetreten. Jens Taube, Karsten Heerde, Lutz und Bernd Biedermann wurden in der vergangenen Woche vom Torgau-Oschatzer Kreisvorstand der Freidemokraten in die Partei aufgenommen.
Alle vier Politiker sind Mitglieder des Oschatzer Stadtrates; somit wird die FDP nun als Fraktion in dem Kommunalparlament vertreten sein. Lutz und Bernd Biedermann sind zudem Mitglieder des Kreistages Nordsachsen.
Bernd Biedermann hatte in diesem Jahr bei der Wahl zum Landrat des Kreises Nordsachsen als DSU-Bewerber im ersten Wahlgang ein Ergebnis von 10,9 Prozent erzielt. Karsten Heerde errang bei der Oberbürgermeisterwahl in der Großen Kreisstadt Oschatz gegen den Amtsinhaber in diesem Jahr ein Ergebnis von 19,6 Prozent.
Zum Übertritt der vier DSU-Kommunalpolitiker in die FDP erklärt Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP Sachsen:
"Es ist eine große Ehre für die FDP, dass diese vier gestandenen Lokalpolitiker den Weg in unsere Partei gefunden haben. Die FDP hat im Raum Nordsachsen dadurch eine hervorragende personelle Verstärkung gefunden. Somit haben wir in der Region erstklassige Startvoraussetzungen für das Wahljahr 2009.
Das Signal aus Nordsachsen strahlt in ganz Sachsen aus: Die FDP bietet eine politische Heimat für alle bürgerlichen Kräfte, die sich aktiv in die Politik einbringen wollen. Auf kommunaler und auf Landesebene sind wir eine echte bürgerliche Alternative zur CDU.
Die FDP ist von jeher tief in der sächsischen Kommunalpolitik verwurzelt. Wir stellen beispielsweise derzeit 29 Bürgermeister - deutlich mehr als jeweils Die Linke, SPD oder Grüne. Bei den Kreistagswahlen am 8. Juni haben wir als einzige der demokratischen Parteien zulegen können und erzielten mit landesweit 8,3 Prozent unser bestes Kommunalwahlergebnis seit der Wende.
Längst messen wir uns nicht mehr an den Grünen, sondern an der SPD, die wir bei der Kommunalwahl 2008 in zwei Landkreisen (Zwickau und Sächsische Schweiz/Osterzgebirge) bereits überholen konnten und mit der wir in einem Kreis (Erzgebirge) gleichgezogen sind. Mit 8,3 Prozent bei den Kreistagswahlen trennten uns nur noch gerade einmal drei Prozentpunkte von der SPD (11,5); die Grünen sind mit 3,1 Prozent völlig in die kommunalpolitische Bedeutungslosigkeit gerutscht."