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Zenger: Es gibt Lösungen für den Sperrmüll

Bad Düben. Angesichts der jüngsten Sperrmüllsammlung, die abermals für chaotische Zustände auf den Straßen der Stadt sorgte (wir berichteten), hat der Ortsverband FDP Bad Düben Vorschläge erarbeitet, wie die Sammlung künftig unproblematischer über die Bühne gehen könnte. Die Kreiszeitung sprach darüber mit dem Vorsitzenden Raik Zenger.

Frage: Herr Zenger, vor gut einem Monat sprachen Sie von einem Müll-Zunami, der Bad Düben ereilte ...
Raik Zenger: Das ist richtig. Zweimal im Jahr ist das immer in Bad Düben der Fall. Deshalb haben wir als FDP uns Gedanken gemacht.

Zu welchem Ergebnis sind Sie gekommen?
Dass es durchaus Lösungen gibt, diesem Umstand Einhalt gebieten. Egal, was abfallrechtlich derzeit für die Stadt Bad Düben gilt, keinesfalls steht das im Einklang zum äußeren Erscheinungsbild einer Kurstadt.

Was schlagen Sie vor?
Es ist nicht nachvollziehbar, dass eine zeitaufwendige, dezentrale Sammlung wirtschaftlicher und preisgünstiger sein soll als ein zentrales Anfahren eines Platzes. Die Reinigungsarbeiten verursachen im Nachgang zusätzliche Kosten. Auf einem zentralen Sammelplatz, der beaufsichtigt wird, würden kostenverursachende Fehlwürfe entfallen. Und Fremdnutzer, zum Beispiel Leute aus Sachsen-Anhalt, die ihren Müll nach Bad Düben bringen, würden zu einem hohen Prozentsatz ausgeschlossen, eine Kostenentlastung wäre also die Folge. Eilenburg praktiziert das bereits erfolgreich.

Im Stadtrat äußerten sich Räte kritisch, was alte Menschen machen, die nicht mehr so gut zu Fuß unterwegs sind. Wie sollen die ihren Sperrmüll abgeben?
Hier sollte sich die Stadt mit Bad Schmiedeberg kurzschließen. Dort gibt es jedes Jahr einen Abfallkalender, der Abholkarten beinhaltet. Zweimal im Jahr können die Bürger eine solche Karte ausfüllen und zum Entsorger schicken. Der holt dann den Sperrmüll zum Wunschtermin direkt vor der Haustür ab. Somit bleiben die Straßen sauber und Zusatzkosten für die Reinigung oder Entsorgung von Sperrmüll, der mitunter keiner ist, entfallen.

LVZ vom 02.12.2011 Nico Fliegner Text+Fotos

9.12.2011